Werden ihre Heizkörper nur teilweise oder gar nicht warm, ist meist Luft im Heizsystem. Insbesondere im Winter ist das lästig und kann, bei falscher Vorgehensweise, unnötig hohe Kosten verursachen. Allerdings lässt sich dieses Problem ganz einfach beheben. Wie genau sie das machen und was es zu beachten gibt, erklären wir ihnen in diesem Blogbeitrag.

Heizung entlüften

Wie erkenne ich Luft in der Heizung?

Das häufigste und auffälligste Anzeichen für Luft in der Heizung ist schlechte Wärmeübertragung. In einem Heizsystem ist Wasser, ein guter natürlicher Wärmeleiter, dafür zuständig die Energie von der Heizanlage an das Haus zu übertragen. Sauerstoff hingegen eignet sich nicht so gut zur Wärmeleitung. Deshalb bleibt ihr Heizkörper kalt, sollte sich Luft darin befinden. Auch das Erzeugen von Gluckergeräuschen kann ein Indiz für Luft in der Anlage sein. Beobachten sie eines dieser Anzeichen, sollten sie als erstes versuchen die Heizung zu entlüften. Besteht das Problem im Nachhinein weiterhin beauftragen sie einen Fachmann ihr System zu überprüfen. Des Weiteren kann es hilfreich sein, vor der Winterzeit und nach dem Einbau einer neuen Heizung zu entlüften.

Was brauche ich, um meine Heizung zu entlüften?

Im Grunde brauchen sie nicht viel. Ein Gefäß, um austretendes Wasser aufzufangen. Ein Tuch, für den Fall, dass doch einmal Wasser daneben geht und einen Vierkantschlüssel, zum Öffnen des Ventils. Haben sie ihr Werkzeug beisammen sollten sie nicht mehr als ein paar Minuten brauchen, um den Vorgang abzuschließen.

Entlüften Schritt für Schritt

Schritt 1

Sind sie Hausbesitzer prüfen sie ob genug Anlagendruck vorhanden ist und schalten sie im Anschluss die Umwälzpumpe beziehungsweise Heizung aus. Sind sie Mieter eines Apartments haben sie wahrscheinlich keinen Zugang zu diesen Schaltern, was nicht weiter schlimm ist. Der Vorgang verändert sich nur minimal. Fangen sie einfach bei dem Heizkörper an, der am weitesten von der Anlage entfernt ist und überprüfen sie diesen ein weiteres Mal nach Abschluss des Vorgangs.

Schritt 2

Damit sich die gesamte Luft im Heizkörper sammeln kann, warten sie mindestens 30 Minuten, manchmal wird auch eine Stunde empfohlen.

Schritt 3

Drehen sie nun das Thermostat des Heizköpers auf die höchste Stufe.

Schritt 4

Setzen sie den Vierkantschlüssel auf und platzieren sie ihr Gefäß, so dass austretendes Wasser aufgefangen wird. Wickeln sie eventuell das Tuch um das Ventil.

Schritt 5

Damit die Luft entweichen kann drehen sie das Ventil nun vorsichtig auf. Die Luft kann sehr heiß sein, achten sie also darauf das Ventil kontrolliert und mit genügend Abstand zu öffnen.

Schritt 6

Tritt Flüssigkeit aus dem Heizkörper aus und wird das Zischen leiser ist die Luft vollständig entwichen. Schließen sie das Ventil möglichst schnell, damit nicht zu viel Wasser verloren geht.

Schritt 7

Der Vorgang ist so gut wie abgeschlossen. Stellen sie ihre Heizung, eventuell auch die Umwälzpumpe, wieder an und kontrollieren sie unbedingt den Wasserdruck. Durch das austretende Wasser kann der Druck im System fallen und sie müssen möglicherweise neues Wasser nachfüllen. Der Druck lässt sich am Manometer ablesen, wobei der Idealbereich meist farblich markiert ist.

Fertig!

Nun sollten ihre Heizkörper wieder geräuschlos warm werden. Ist dies nicht der Fall und ihr System bleibt weiterhin kalt, kontaktieren sie einen Fachmann, um das Problem zu analysieren.

Fazit

Eine Entlüftung ist unbedingt zu empfehlen, wenn sie Anzeichen wie Gluckergeräusche oder einen zu kalten Heizkörper wahrnehmen. Auch vor dem Winter ist vorbeugendes Entlüften hilfreich. Der Vorgang dauert nur einige Minuten und es werden kaum Hilfsmittel benötigt. Achten sie bei er Nachbereitung darauf den Druck in ihrem System zu kontrollieren. Bestehen weiterhin Probleme kontaktieren sie einen Fachmann.

Der Heizungsplaner für regionale Ausschreibungen

Der Heizungsplaner für regionale Ausschreibungen

Autor: Jan Bittner